Deutsche Meisterschaften in Nürnberg am 25.07/26.07.2015

Nürnberg (ebk) Recht achtbar zogen sich die Ingolstädter Leichtathleten bei den deutschen Meisterschaften im Nürnberger Frankenstadion aus der Affäre. Vor der stimmungsvollen Kulisse von insgesamt mehr als 20 000 Zuschauern an jedem der beiden Tage sprangen für die Schanzer sogar drei einstellige Platzierungen heraus.

Das beste Ergebnis holte wie im Vorfeld erwartet Cornelia Griesche (DJK Ingolstadt) über 3000 m Hindernis bei den Frauen. In dem von Weltklasseläuferin Gesa-Felicitas Krause (LG Eintracht Frankfurt) in neuem Meisterschaftsrekord dominierten Rennen konnte sich die DJK-Läuferin lange in der vierköpfigen Verfolgergruppe halten. In der letzten Runde musste sie dann etwas abreißen lassen, belegte aber in immer noch guten 10:02,66 Minuten einen respektablen fünften Platz. Bei Cornelia Griesche, die seit mehreren Jahren in den USA studiert, machte sich hier die lange Saison mit College-Wettkämpfen bereits im April bis hin zur U23-EM mit persönlicher Bestzeit vor zwei Wochen bemerkbar. Ihre Schwester und Vereinskameradin Valerie, die über 3000 m Hindernis ihren ersten DM-Start bei den Frauen absolvierte, kam in 10:56,84 Minuten als Vierzehnte ins Ziel.

Nachdem Michael Adolf (DJK Ingolstadt) auf einen Start in Nürnberg verzichtet hatte, um sich besser auf die kommende Jugend-DM in Jena vorbereiten zu können, war der amtierende bayerische Meister Mario Saur (MTV Ingolstadt) die einzige Ingolstädter Hoffnung über 400 m Hürden der Männer. Als Vierter des schnelleren zweiten Vorlaufs erreichte er in 52,98 Sekunden bei durch den böigen Wind nicht einfachen Bedingungen den Endlauf. Trotz der ihm dort zugelosten ungünstigen Innenbahn konnte sich der Student auf 52,86 Sekunden steigern und einen im Vorfeld nicht erwarteten siebten Platz belegen.

Die beiden jungen Dreispringer Ivane und Dimitri Antonov (beide MTV Ingolstadt) waren mit ihrem Wettkampf nicht ganz zufrieden. Ivane zeigte recht gute Sprünge und verpasste als Neunter mit 15,18 m aus dem zweiten Versuch das Finale der besten acht Springer nur um wenige Zentimeter. Sein noch in der Jugend startberechtigte Bruder Dimitri kam im Anlauf mit dem ständig wechselnden Wind überhaupt nicht zurecht und musste sich mit 14,82 m als Zwölfter etwas unter Wert verkaufen. Auch für ihn gilt die Konzentration der U20-DM in Jena am kommenden Wochenende, wo er wie Langhürdler Michael Adolf zu den Medaillenkandidaten zählt.